Terrorabwehr: Poller in Flensburg? Jawoll! – aber nicht NUR!

page

Die Diskussion ist nach den Anschlägen von Terroristen in Berlin, Nizza und Barcelona entbrannt: Sollen in deutschen Innenstädten jetzt Poller oder andere Barrikaden errichtet werden, um die Menschen vor Terroristen zu schützen, die mit PKWs und LKWs Unschuldige niederwalzen? Nun gibt es, bezogen auf Flensburger Verhältnisse, einen Vorstoß der FDP (Kay Richert)*. Die meint,  versenkbare Poller seien „Maßnahmen gegen Terror“. Der Verfasser unterstützt die Forderung der Flensburger #FDP* . Dies darf aber nicht die einzige Maßnahme sein.

#Prävention auf psycho-sozialer Ebene, ist ebenso gefragt – und da sieht der Verfasser ein Versagen der Politik und ein blindes Ignorieren der Faktenlage. Ahmad Mansour, Psychologe und Islamismus Experte hat einen 10-Punkte-Plan vorgelegt, der, aus Sicht des Verfassers, seriös und machbar erscheint.

10-Punkte-Plan gegen Radikalisierung
Ahmad Mansour, Islamexperte, Psychologe und Bestsellerautor schreibt: „Es können noch so viele Reden gehalten werden, sie werden alle nichts ändern, solange das Problem nicht an seinen Wurzeln bekämpft wird. Und die befinden sich in Deutschland, mitten unter uns. Sie befinden sich in den Klassenzimmern, in den Kinderzimmern, in den Moscheen.“ Quelle: WELT

Er entwickelte einen 10-Punkte-Plan gegen Radikalisierung: Und dieser ist, so die Auffassung des Verassers, logisch, plausibel, umsetzbar! Hier zusammengefasst:

1. Strategien zur #Prävention
2. Ausbildung der Pädagogen
3. Prävention im Internet
4. Konzepte zur Elternarbeit
5. Einen Bundesbeauftragten ernennen
6. Professionalisierung der Prävention
7. Partner sorgfältig aussuchen
8. Innerislamische Debatte fördern
9. Neue Sicherheitskonzepte
10. Kultur der Inklusion

Aber wann reagieren die astrein demokratisch tätigen und willigen Politiker (womit nicht die #AfD und diverse #LINKE gemeint sind!)? In welchem Wahlprogramm sehen wir auch nur Ansätze der von Ahmad Mansour genannten 10 Punkte?

Beispiel: Im Wahlprogramm der LINKEN findet sich kein einziges Wort über „Islamismus“,

Einige Kommentatoren, dessen Äußerungen gelöscht wurden, sprachen von „Übertreibung“, „Panikmachung“ (was noch die harmlosen waren) angeblichen Beleidigungen etc.; es sei vorgehalten, dass von einer „Übertreibung“ überhaupt nicht die Rede sein kann:

In #Rotterdam musste ein Konzert wegen Terrorgefahr abgesagt werden; in #Barcelona konnte ein großer Anschlag, der unter Umständen hunderte Tote hätte verursachen können, „nur“ durch fahrlässiges Verhalten der mutmaßlichen Täter nicht durchgeführt werden, weil die Leute selbst in die Luft flogen. Über Manchester und Paris, wo Menschen getötet wurden, die ein Konzert guckten, muss man nicht mehr reden.

Noch einmal: Die Möglichkeit Opfer eines Terroraktes zu werden, ist verschwindend gering, dennoch besteht sie: An Orten, wo wird feiern, wo wir Urlaub machen, wo wir beten.

Wie sicher sind wir in #Flensburg / Schleswig-Holstein / Hamburg? Es gibt auch in Flensburg Menschen, die den IS tolerieren, es gibt #Extremisten#Salafisten. Es hat Morddrohungen gegen „Nichtgläubige“ gegeben.

Auch wenn es unangenehm ist: Wir sollten die Innenstadt „sicherer“ machen, ein dauerhaften Terrorschutz ist angebracht. Die Stadt Flensburg muss handeln. Andere tun es auch.

Oberbürgermeisterin Simone Lange hat demgegenüber Bedenken. Im Flensburger Tageblatt lesen wir: „Für sie ist das Thema nicht neu: `Nach dem Anschlag in Berlin standen wir schon einmal vor der Frage, ob man zum Schutz der Menschen nicht auch in Flensburg Maßnahmen gegen mögliche Angriffe mit Fahrzeugen ergreifen müsste.` Hindernisse aus Beton, die man am Rand der Fußgängerzone positioniere, seien nur eine halbherzige Lösung. Die könne ein Lkw beiseite schieben. Hindernisse müssten also nicht nur ausreichend groß sein, sondern auch fest im Boden verankert werden. Entsprechend aufwendig und teuer seien sie. – Quelle: https://www.shz.de/17682606 ©2017

Es sei die Frage gestellt: Wenn auf dem Gelände der Leihverkehrs- und Ergänzungsbibliothek in der Waitzstraße 5 möglich ist (siehe Foto oben), Gelände und Parkräume – übertrieben wie der Verfasser meint – zu sichern und dafür Geld zu investieren, dann darf doch auch gefragt werden, warum ist dieses nicht in der Innenstadt möglich?

Geld solle keine Frage in Sache Sicherheit der Bürger als Argument gelten. Der Verfasser fordert nun eine unemotionale, sachliche Diskussion über dieses Thema. Und: Gefordert sei die ‚Beantwortung der Frage, wie der 10-Punkte-Plan von Ahmad Mansour umgesetzt werden kann. Hier sind vor allem die Direktkandidaten der Parteien für die Bundestagswahl 2017 gefragt. Argumente konnten die Politiker bisher, so die Einschätzung des Verfassers, nicht liefern!

* FDP Flensburg: Fußgängerzonen besser sichern
Versenkbare Poller als Maßnahme gegen Terror
Wir müssen auch bei uns in Flensburg darüber nachdenken, wie wir die Fußgängerzonen gegen entsprechende Angriffe von Terroristen optimieren können. Deshalb beantragen wir, die FDP-Ratsfraktion in Flensburg, im Ausschuss für Umwelt, Planung und Stadtentwicklung am 5. September, dass die Verwaltung der Stadt Flensburg in Zusammenarbeit mit der Polizei das Sicherheitskonzept etwa am Nordermarkt, Große Straße, Holm und Südermarkt überprüfen möge.
Die feige Anschlägen in Nizza, Berlin, London und jetzt Barcelona zeigen, dass sich der islamistisch motivierte Terrorismus insbesondere darauf konzentriert, Ziele in den Innenstädten zu attackieren. Wir regen deshalb an, entsprechende Baumaßnahmen wie etwa versenkbare Fahrzeugsperren – wie hier auf dem Foto in Scharbeutz – zu errichten. Sicherheit ist eben mehr als nur ein Gefühl.

‚“Prävention“ „#Hasspredigten„, #Salafismus„.
Hier zum 10-Punkte-Plan: http://bit.ly/2iheuOu
#btw17 #Bundestag #Bundestagswahl2017 #Wahl #Islaminsmus#Prävention #Gewaltprävention

Über den Autor

Willi Schewski
Seit 2008: mobile journalist, Multimedia Storyteller. Mobiler Reporter. Fotojournalist. Fotograf. Blogger

Kommentar hinterlassen zu "Terrorabwehr: Poller in Flensburg? Jawoll! – aber nicht NUR!"

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*