Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein fordert Luftbrücke für Geflüchtete aus dem Niger

Martin Link, Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e.V., spricht am 01.09.20108 in Flensburg, HafenspitzeMartin Link, Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e.V., spricht am 01.09.20108 in Flensburg, Hafenspitze

Etwa 1.000 Menschen sind am 1. September 2018 durch die Flensburger Innenstadt speziert, um gegen die Kriminalisierung der Seenotrettung zu demonstrieren. Die Demonstration, die unter dem Namen „Seebrücke statt Massengrab“ (hier Fotos) abgehalten wurde, begann auf dem Flensburger Südermarkt, wo es erste Redebeiträge gab. Sie endete auf dem Vorplatz der Flensburger Hafenspitze, wo die Abschlußkundgebung über die Bühne ging. Dort hielt unter anderem Martin Link vom Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e.V. eine Rede.

Er ging in seiner Rede unter anderem auf die Hilfsmaßnahmen des Landes Schlewsig-Holstein ein. Er sagte, dass das Land diverse Male singnalisiert hätte, zusätzliche Geflüchtete aufnehmen zu wollen. Das sei „gut, richtig, notwendig und diesen Worten müssten ambitionierte Taten folgen“. Eine Luftbrücke nach Schleswig-Holstein müsse kommen, „denn jede im Mittelmeer ertrunkene Person“ sei „eine zu viel“.

Link forderte das Land auf, sich über das im Koalitionsvertrag beschlossene Aufnahmeprogramm hinaus dafür stark zu machen, „parallel zur Seebrücke eine Luftbrücke einzurichten: Geflüchtete müssen direkt aus Staaten wir dem Niger aufgenommen werden. Die Beschäftigung von afrikanischen Diktatoren als Türsteher Europas müsse enden.“

Schleswig-Holstein solle sich zu Prinzip der Solidarity-Cities* („Eine Stadt für alle“) bekennen. Es solle das erste Bundesland werden, aus dem kein Mensch abgeschoben wird. Ein Bundesland, in dem sich alle frei und ohne Angst bewegen können, in dem kein Mensch nach einer Aufenthaltserlaubnis gefragt wird, in dem kein Mensch illegalisiert wird.

Schleswig-Holstein, die Bundesrepublik und die Europäische Union müssen sich entscheiden. Ein flüchtlingsfeindlicher Kurs würde keinen Beitrag zur Integration leisten. Ein flüchtlingsfeindlicher Kurs würde die Lebenissituation der hier Lebenden stetig verschlechtern. Und vor allem: ein flüchtlingsfeindlicher Kurs würde zu mehr toten und Vermissten im Mittelmeer und in der Wüste führen.

Der Schleswig-Holstein fordert daher sichere und legale Fluchtwege, die Entkrimininalisierung der Seenotrettung, eine europäische Seenotrettung, ein Ende der Diskrediterung der solidarischen Flüchtlingshilfe und eine menschenwürdige Aufnahme und Schutz der Flüchtlinge in einem solidarischen Europa“

* Eine Stadt, aus der kein Mensch abgeschoben wird, in der sich alle frei und ohne Angst bewegen können, in der kein Mensch nach einer Aufenthaltserlaubnis gefragt wird, in der kein Mensch illegal ist. Das sind die grundlegenden Vorstellungen von einer Solidarity City. Mehr

Zum Thema:
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Über den Autor

Willi Schewski
Mensch // Fotograf // Fotojournalist // Videojournalist // Blogger

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