Flensburg: LINKEN-Politiker Heinz-Werner Jezewski bald nicht mehr im Flensburger Rat? – Erste Reaktionen

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„Meine Partei hat die Listen und die Direktkandidat*innen für die Kommunalwahl bestimmt. Ich werde … der nächsten Ratsversammlung nicht mehr angehören“, schreibt Heinz-Werner Jezewski, Flensburger LINKEN Politiker bei Facebook. Die Entscheidung habe er „schon im letzten Jahr getroffen, nach gründlichem Nachdenken“, und er habe „zehn Jahre dort das getan“, was „nach Verständnis“ seine Aufgabe war.

Weiter schreibt Jezewski: „Ich habe mir Schwielen an den Hintern gesessen, tolle Menschen ebenso kennengelernt, wie solche, auf die ich hätte verzichten können. Ich habe mich anpöbeln lassen (natürlich von Leuten, die weder Ahnung davon haben, was Kommunalpolitik eigentlich bedeutet noch jemals etwas für die Gesellschaft getan haben), aber ich habe auch viel konstruktive Kritik und viel Lob bekommen. Und manchmal habe ich vielleicht sogar ein bisschen dazu beigetragen, dass sich in Flensburg etwas so verbessert hat, dass diese Stadt ein bisschen lebenswerter geworden ist.

Jetzt sagt mir mein Gefühl, dass diese Zeit für mich ein Ende haben sollte. Auch wenn man mit dem was man tut nicht viel verändert, verändert das was man sehr lange tut einen doch selbst, ob man das will oder nicht. Und ich will es nicht (mehr).“

Quelle:
Quelle: Facebook

Erste Reaktionen:

Simone Lange (SPD), Flensburgs Oberbürgermeisterin: „Ich danke dir für die lange und sehr vertrauensvolle Zusammenarbeit ! 2008 sind wir beide zusammen angefangen, vieles haben wir gemeinsam für die Stadt bewegt und erreicht. Bleib uns gewogen und vor allem gesund“

Florian Matz (Kreisvorsitzender SPD, Flensburg und Ratsherr) Lieber HW. Vielen Dank für die Arbeit der Vergangenen Jahre und ich freue mich auf viele weitere spannende Begegnungen mit Dir. Gelegenheit wird es bestimmt genug geben. Zur Not einfach bei einer gemeinsamen Zigarettenpause oder einem Kaffee.

Rasmus Andresen, Grüner Landtagsabgeordneter in Schleswig-Holstein: „Lieber HW, ich habe großen Respekt vor dir. Manchmal habe ich mich über deine Polemik geärgert, oft mich über deine Haltung gefreut. Immer hatte ich Respekt vor dir. Ich mag dich als Mensch und diskutiere sehr gerne politisch mit dir. Egal wo wir uns begegnet sind. Im Landtag, Rat oder im Brasseriehof. Du wirst weit über Parteigrenzen hinaus geschätzt. Ich freue mich auf viele weitere Begegnungen mit dir. Der Rat wird um eine tolle Person ärmer.“

Annikaundthore Feddersen schreibt: „Manchmal kann man hier bei FB an vielem einfach vorbeigehen… an dieser Nachricht nicht so sehr. Auch wenn wir nicht der gleichen Partei angehören habe ich es immer geschätzt mit Dir Berührungspunkte im Rat zu haben. Genieß das `mehr` an Zeit und die Möglichkeit trotzdem eine Meinung haben zu dürfen….. und schau sonst gern mal bei uns am Friedenshügel auf ne Zigarette und einen Kaffee vorbei, so vom `Christdemokraten` zum `Linken` Viele Grüße vom Butenflensburger!“

Gerd Christophersen (Politiker, LINKE, Flensburg): „Lieber Heinz, Werner, Hans von Bothmer und ich haben mit dir zusammen das rote Trio gebildet – wie es Carlo Jolly von den Flensburger Nachrichten freundlicher Weise zu unserem Antritt zur Kommunalwahl 2008 berichtet hat. Mit deinem Redetalent und deinem Engagement hast du dir mit Recht viel Anerkennung verdient. Ich war dir immer in kritischer Solidarität verbunden. So wünsche ich dir viel Erfolg beim schreiben deiner Bücher und hol die fuchtig.“

Cornelia Möhring, LINKE Bundestagsabgeordnete „Hmmm – verstehe und respektiere deine Entscheidung. Aber, ich bedaure es trotzdem, dass die Linke nun ein kommunalpolitisches Gesicht“ und Urgestein verliert.“

Thomas Dethleffsen: „Noch ein Grund selbst nicht mehr „dabei zu sein“ 🙂 Ratsversammlung ohne HW?? Nein Danke! 🙂 Lieber Jezewski HW: Hat mir immer viel Spass gemacht. Spass nicht alleine im Sinne von „Vergnügen“. Es war auch immer offen und vertrauensvoll. Danke. Auch wenn es ein paar Tage her ist. Danke.“

Horst Harald Weder: „HW ich werde niemals vergessen wie Du dir den Hintern Tag und Nacht aufgerissen hast bis zur Erschöpfung zur Zeit der Flüchtlingskrise am Flensburger Bahnhof und das ehrt Dich !“

Christian Dewanger, Ratsherr, (WiF) Flensburg: „Gut geschrieben! Genieß die Zeit danach. Vielleicht haben wir ja noch nen Punkt in der RV, zu dem wir Deinen Beitrag genießen können. Ist ja noch nicht Mai…“

Über Heinz-Werner Jezewski
Heinz-Werner Jezewski (* 11. April 1958 in Duisburg) ist ein deutscher Autor und Politiker (Die Linke). Jezewski gehörte von 2009 bis 2012, als Vorsitzender der Linksfraktion dem 17. Schleswig-Holsteinischen Landtag an, außerdem sitzt er seit Mai 2008 für die Linken in der Flensburger Ratsversammlung.

Heinz-Werner Jezewski erlernte nach dem Schulabschluss den Beruf des Betriebselektrikers, nachdem ihm von der deutschen Bundespost eine Lehrstelle aufgrund des Radikalenerlasses verweigert wurde. Wenige Jahre später folgten eine Umschulung zum Bürokaufmann und dann eine Weiterbildung zum EDV-Kaufmann.

Nach verschiedenen Jobs im EDV-Bereich wurde er 2004 arbeitslos und 2005 zum Hartz-IV-Empfänger, seit 2005 arbeitete er zwischenzeitlich wieder Teilzeit in verschiedenen Bereichen. Jezewski schreibt seit etwa 17 Jahren zielgerichtet, dabei kamen 2007 der historische Roman „Die Tulpenkönigin“ (gemeinsam mit Martina Sahler) und 2008 der Krimi „Schillers Schatten“ (gemeinsam mit Christiane Dieckerhoff) heraus. 2016 erschien „Tod am Lachsbach: Ein Flensburg-Krimi“*

* Hier lesen im Blog: Flensburg: Guter Ort für gute Krimis – Lese-Tipps für Flensburg-Krimi-Fans

Fotos & Video von der Lesung „Tod am Lachsbach: Ein Flensburg-Krimi“

Über den Autor

Willi Schewski
Mensch // Fotograf // Fotojournalist // Videojournalist // Blogger

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