Bad Bramstedt: Tierschutz-Aktivisten halten Mahnwache vor Schlachterei Vion – Videos von der Aktion

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Am Vormittag des 6. Juni 2018 haben Tierschutz-Aktivisten, darunter auch Kinder, eine Protest-Mahnwache vor dem Schlachthof „VION Bad Bramstedt GmbH“ (ein niederländischer Konzern) gehalten. Es handelte sich dabei um die vierte Aktion dieser Art (siehe Facebook). Die Flensburger Aktivistin Yve Amanita Muscaria war mit ihren Mitstreitern in Bad Bramstedt vor Ort und berichtete live via Facebook über die Aktion. Veranstalter war die Tierschutz-Initiative „Hamburg Animal Save„*.

Der Schlacht-Betrieb in Bad Bramstedt steht seit 2014 negativ in den Schlagzeilen, wie Aktivisten und Presse (NDR) zu berichten wissen. Es soll „Verstöße gegen den Tierschutz und Hygienemängel“ gegeben haben. Vier Wochen (2014) war das Unternehmen gesperrt. Der Konzern Vion nennt den Betrieb in Bad Bramstedt als ihren „wichtigsten Rinderbetrieb in Norddeutschland“. Dort würden täglich 3.000 Tiere geschlachtet.

Aufgrund der Skandale des Betriebes wollten die Aktivisten am Freitag vor Ort Tiertransporter anhalten und „den Tieren vermutlich zum ersten mal in ihrem Leben etwas Liebe und Mitgefühl schenken, bevor ihnen ihr Leben genommen wird.“ Mit der Aktion wollen die Aktivisten auf das Schicksal der Tiere hinweisen und sie „aus der Anonymität in die sozialen Netzwerke und ins Bewusstsein der Öffentlichkeit … bringen.“

Nach einem Zwischenbericht des Landwirtschaftsministeriums, der NDR 1 Welle Nord vorliegt, gäbe es „offenbar weiterhin Mängel am Schlachthof“. Die Ermittlungen gegen Vion Bad Bramstedt stünden „kurz vor Abschluss“. Quelle: NDR / top agrar online

Hier die Aufzeichnungen der Facebook Live-Berichte von der Flensburger Aktivistin Yve Amanita Muscaria:

Nach Abschluß der Aktion berichtete die Aktivistin, dass der Konzern über die Aktion vermutlich vorab informiert gewesen wäre. Es wären Lastwagen an den Aktivisten „vorbeigerauscht“, die Tore seien bereits aufgeschlossen gewesen, es war nur ein Polizist vor Ort. Die Aktivisten hätten sich auf die Auffahrt gestellt, einen LKW angehalten und versucht den Tieren Wasser zu geben und Aufmerksamkeit zu schenken.

Die Aktion sei aber nicht so gelaufen wie erhofft, sagte die Aktivistin. „Aber wir waren da und wir machen weiter“, bilanzierte sie abschließend bei Facebook. Deutschland Mittendrin bleibt auch dabei und berichtet über ähnliche Aktionen.

* Das Ziel von „Hamburg Animal Save“ sei es, „den Tieren in ihren letzten Augenblicken etwas Trost zu schenken, Liebe und Mitgefühl zu zeigen und ihre Bilder, gemeinsam mit ihren Geschichten, auf sozialen Netzwerken zu teilen. Auf diese Weise wollen wir Leute dazu ermutigen, eine Verbindung zwischen dem Essen auf ihren Tellern und den Individuen im Schlachthaus herzustellen. Wir stehen für eine vegane Lebensweise und eine auf Liebe basierende Form von Aktivismus.“

Fotoquelle: Bildschirmfotografie eines Facebook-Live-Videos von der Aktion

Über den Autor

Willi Schewski
Mensch // Fotograf // Fotojournalist // Videojournalist // Blogger

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