1975: Als das Feuer in der Lüneburger Heide wütete // Der Klimawandel ist in Deutschland angekommen!

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In diesem Jahr wird Deutschland und viele Teile Europas bis zum Polarkreis von einer Hitzewelle überrollt, hinzu kommt eine seit April andauernde Dürre. 1975 war die Wetterlage ähnlich, in Niedersachsen kam es zur Katastrophe: 7 Menschen starben beim Brand in der Lüneburger Heide.

Im diesem Jahr gibt es Parallelen zu 1975. Allerdings gab es bislang noch keinen Großbrand wie in Niedersachsen – doch dazu weiter unten mehr.

Der Klimawandel ist in Deutschland angekommen!
Im Laufe diesen Jahren kam es zu mehreren Wetteranomalien, dazu zählen unterdurchschnittliche Regenmengen, überdurchschnittliche Temperaturen (auch Hitzewellen) und überdurchschnittlich viele Sonnenstunden in Europa. Alleine im Juli 2018 wurden weltweit 118 Hitzerekorde eingestellt oder übertroffen. Klimaforscher deuten die Wetteranomalien vor dem Hintergrund des menschengemachten Klimawandels.

In Europa begann im April 2018 eine Dauerwärme und Trockenheit, als eine blockierende Omegalage bestand, die zu einem völligen Abreißen der Westwinddrift führte. Diese sehr langzeitstabilen heißen Hochdruckwetterlagen, die sich über große Teile der Nordhalbkugel erstrecken und sich dabei über lange Zeiträume kaum verändern, werden sowohl von Meteorologen als auch von Klimaforschern als sehr ungewöhnlich beurteilt.

Zurück zum Brand in der Lüneburger Heide:
Anfang August 1975 war es in Nord-Deutschland und Niedersachsen ungewöhnlich heiß und trocken. Der Juni 1975 brachte den trockenste Juni seit 1891 in Schleswig-Holstein, einer der nassesten Junimonate dagegen in Baden-Württemberg.

Im August 1975 hab es 11 – 15 aufeinanderfolgende Sommertage im norddeutschen Tiefland, der wärmster August seit 1851. Statt der gewöhnlichen 80 Prozent betrugt die Luftfeuchtigkeit lediglich 20 Prozent. Zudem wehte ein starker Wind.

Am 8. August geschah es dann: In Stüde im Landkreis Gifhorn, brach der Brand aus. Dieser vernichtete im August 1975 in der Lüneburger Heide sowie im Wendland über 8000 Hektar an Wald-, Moor- und Heideland. Bei der bis dahin größten Brandkatastrophe in der Bundesrepublik Deutschland kamen sieben Menschen ums Leben. Die Waldbrände in den Landkreisen Gifhorn, Celle und Lüchow-Dannenberg waren bundesweit über eine Woche lang die Hauptmeldung in Zeitungen, Radio- und Fernsehnachrichten.

Hier ein Video, dass das Ereignise dokumentiert:

Und wie sieht es 2018 aus? Laut „Waldbrand-Gefahrenindex WBI“ besteht, mit wenigen Ausnahmen, für fast gesamt Deutschland ein WBI von 4 bis 5, heißt: 4 = hohe Gefahr; 5 = sehr hohe Gefahr.

Foto: Bildschirmfoto YouTube Video

Über den Autor

Willi Schewski
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